Austrian Airlines erwirtschaftet Gewinn
Austrian Airlines konnte im Jahr 2025 bei einem Umsatz von 2,541 Milliarden Euro einen Gewinn von 81 Millionen Euro einfliegen.
Das abgelaufene Jahr 2025 hat eine Reihe von geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten mit sich gebracht, die sich stark auf den Alltag von Airlines ausgewirkt haben. Auch das noch junge Jahr 2026 war bereits sowohl von weltpolitischen Ereignissen als auch von Wetterkapriolen am Drehkreuz Wien geprägt – Entwicklungen, die einmal mehr verdeutlichen, wie entscheidend Resilienz für Fluggesellschaften ist. Bei einem Gesamtumsatz von 2,541 Milliarden Euro lag das Adjusted EBIT bei soliden 81 Millionen Euro bzw. einer Marge von 3,2%, damit aber deutlich unter dem von der IATA für 2025 prognostizierten europäischen Margendurchschnitt von ca. 6,8%.
Herausfordernd gestalteten sich weiterhin die Rahmenbedingungen am Luftverkehrsstandort Österreich. „Wir bewegen uns operativ im Spitzenfeld und schreiben stabil schwarze Zahlen, liegen aber mit einer Marge von 3,2% um rund 50% unter dem Durchschnitt europäischer Airlines. UmInvestitionen zu sichern und im intensiven Wettbewerb mit anderen Hubs und Airlines bestehen zu können, braucht es eine höhere Ertragskraft und Standortentlastung. Wir arbeiten weiterhin permanent daran, unsere eigenen Strukturen effizienter zu machen. Gleichzeitig fokussieren wir uns auf die Gestaltung eines wettbewerbsfähigen Luftfahrtstandortes. Hierzu erarbeiten wir mit den relevanten Luftfahrt-Partnern, insbesondere dem Flughafen Wien und der Politik, gemeinsam Lösungen, um den Standort in eine erfolgreiche Zukunft zu führen und nachhaltiges Wachstum ermöglichen zu können“, betont Austrian Airlines CEO Annette Mann.
Das Jahresergebnis im Detail
2025 wuchs der Jahresumsatz von Austrian Airlines von 2,457 Milliarden Euro im Vorjahr auf 2,541 Milliarden Euro (+3 Prozent). Zum Stichtag 31. Dezember 2025 beschäftigte Austrian Airlines 6.054 Mitarbeitende (-1 Prozent). Das Angebot an Sitzkilometern stieg im Lauf des Jahres 2025 um 4 Prozent auf 28,614 Milliarden. Die Auslastung lag mit 81,6 Prozent um +0,3 Prozentpunkte leicht über jener aus dem Jahr 2024. Der Flugplan von Austrian Airlines wurde im Vorjahr zu 99,3 Prozent regulär abgeflogen, ein Plus von +0,7 Prozentpunkten.
Voller Fokus auf weitere Verbesserungen für die Fluggäste
Austrian Airlines konnte sich im Vorjahr in wesentlichen Punkten im eigenen Wirkungsbereich deutlich steigern. So ist die Airline mit der rot-weiß-roten Heckflosse 2025 drittpünktlichste Airline Europas geworden. Auch die Zufriedenheitswerte der Fluggäste haben sich 2025 weiter verbessert, ebenso die Markenstärke von Austrian am Heimatmarkt Österreich. Bei den renommierten Skytrax Awards hat das Team von Austrian Airlines 2025 wie schon 2023 den Titel „Best Airline Staff Service in Europe” erhalten. Darüber hinaus wurden die Austrian Airlines Cabin Crews auch auf Platz 1 in Europa und unter die Top 20 weltweit gewählt.
Zeitgleich investieren Lufthansa Group und Austrian Airlines mit voller Kraft in die Zukunft am Standort Wien. Erst vor wenigen Tagen wurde der Rohbau für in Summe 5.000 Quadratmeter neue Loungeflächen am Flughafen Wien übernommen, die 2027 mit der Terminalerweiterung des Flughafens in Betrieb gehen sollen. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Erneuerung und Erweiterung der Premium Economy Class ab nächstem Winter auf Hochtouren. Ebenfalls im Jahr 2027 und pünktlich zum 70. Geburtstag des Unternehmens ist die Vorstellung der neuen Uniformen geplant. Das Erscheinungsbild der aktuellen Uniformen ist, abgesehen von kleineren Adaptierungen, seit nunmehr 30 Jahren konstant.
Auch der Flugplan wurde für die anstehenden wichtigen Sommermonate überarbeitet. Insgesamt sieben neue Destinationen werden ab dem Sommerflugplan 2026 von Austrian Airlines angeflogen – unter anderem die Trend-Destination Ponta Delgada auf den Azoren sowie Bilbao und Alicante in Spanien. Darüber hinaus gibt es eine spannende neue Insider-Destination, nämlich Ohrid in Nordmazedonien. Und auch die Fluggäste, die die Hitze scheuen, haben etwas Neues zu entdecken: Bergen lädt an der norwegischen Westküste zur „Coolcation“.
Austrian Airlines begrüßt 2026 drei weitere Dreamliner in ihrer Flotte
Die mit Abstand größten Investitionen stehen bei Austrian Airlines im Bereich der Flotte an. Der im Jahr 2024 gestartete Rollover der Austrian Airlines Langstreckenflotte geht 2026 weiter. Insgesamt drei Boeing 787-9 Dreamliner sollen laut aktuellem Stand heuer an Austrian Airlines übergeben werden. Parallel zu den Arbeiten an den weiteren Dreamlinern wird auch an der Ausflottung der drei Boeing 767 und der sechs Boeing 777 gearbeitet. „Wir freuen uns sehr, dass wir in wenigen Monaten unseren dritten Dreamliner in der Flotte begrüßen dürfen. Die Maschine wird ab 1. Juni für Austrian Airlines in den Linienbetrieb gehen. Bis dahin werden Arbeiten an der Kabine getätigt und die Maschine bekommt ihre Austrian Lackierung. Ab Juni wird sie dann vorerst vor allem auf der Strecke nach New York – Newark eingesetzt“, erklärt Austrian Airlines COO Stefan-Kenan Scheib.
Die Langstreckenflotte bei Austrian Airlines wird von 11 auf 12 Flugzeuge wachsen. Zu den aktuell zwei Dreamlinern in der Flotte kommen bis Ende 2028 zehn weitere dazu.
Auch auf der Kurz- und Mittelstreckenflotte ist seit Ende des Vorjahres bereits ein Rollover im Gange. Die Embraer-Maschinen werden ausgeflottet, stattdessen wächst die Airbus-Flotte bei Austrian Airlines um sechs Airbus A320neo. Zwei Embraer-Flugzeuge haben die Flotte bereits verlassen. Die ersten zusätzlichen Airbus-Maschinen werden für heuer erwartet. Darüber hinaus werden in den kommenden Jahren auch sukzessive ältere Airbus-Modelle durch neue ersetzt. Somit befindet sich Austrian Airlines aktuell im umfassendsten Flottenrollover ihrer Geschichte.
Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr
Die Widerstandsfähigkeit, die Austrian Airlines erneut auch in den ersten Monaten des Jahres 2026 gezeigt hat, unterstreicht die Position als verlässlicher Hub-Carrier am Drehkreuz Wien. Um nachhaltiges Wachstum, Arbeitsplätze am Standort und langfristige Investitionen gleichermaßen sicherzustellen, braucht es aber den strategischen Weitblick mit allen Partnern für einen zukunftsfitten und wettbewerbsfähigen Luftverkehrsstandort Österreich.
“Wir arbeiten intensiv und partnerschaftlich mit der Politik und allen wesentlichen System-Partnern am Standort, um zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln, die auf unsere gemeinsamen Ziele einzahlen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie damit die Konnektivität des Standortes weiter zu stärken”, betont Austrian Airlines CEO Annette Mann. Und weiter: „Darüber hinaus möchten wir 2026 unsere top Werte bei der Zufriedenheit unserer Fluggäste und den operativen Kennzahlen wie Pünktlichkeit selbstverständlich halten und das Finanzergebnis deutlich verbessern.“
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