Spirit Airlines wird restrukturiert
Spirit Airlines hat mit ihren Gläubigern eine Vereinbarung getroffen, um sich im späten Frühjahr aus Chapter 11 zu lösen und so einen Konkurs zu vermeiden.
Der Billigflieger, der zuvor „erhebliche Zweifel“ an seiner Fähigkeit, den Betrieb fortzuführen, geäußert hatte, wird seine Bilanz restrukturieren, indem er die Gesamtverschuldung und Leasingverpflichtungen von 7,4 Milliarden US-Dollar auf 2,1 Milliarden US-Dollar reduziert. Die Airline hat bereits Flugzeuge und Gates verkauft, Personal abgebaut und plant eine weitere Flottenvereinfachung, darunter die Ausmusterung teurer Airbus-Modelle und möglicherweise die Ablehnung weiterer A320neo-Maschinen.
Die Kapazität wird deutlich reduziert: In diesem Sommer wird Spirit voraussichtlich fast 40 % weniger Flüge und Sitzplätze anbieten als im Sommer 2024, vor dem Insolvenzantrag.
Strategisch konzentriert sich die Fluggesellschaft auf Kerndrehkreuze wie Fort Lauderdale, Orlando, Detroit und die New Yorker Metropolregion. Weniger profitable Strecken, darunter einige Lateinamerika-Verbindungen, werden gestrichen, und Flüge außerhalb der Hauptreisezeiten an Wochentagen werden reduziert.
Spirit will sein Niedrigpreissegment beibehalten und gleichzeitig die Einnahmen durch ein erweitertes Premium-Sitzangebot steigern. Dazu gehören die Ausweitung der Premium Economy und die mögliche Erweiterung des Produkts „Big Front Seat“.
Spirit bleibt im Rahmen des Restrukturierungsplans unabhängig. Frühere Übernahmeversuche – darunter eine geplante Fusion mit Frontier Airlines und ein späterer, 2024 von einem Bundesrichter untersagter Deal mit JetBlue Airways – scheiterten letztendlich.
Trotz der reduzierten Größe gilt Spirits fortwährende Präsenz als strukturell wichtig für den US-Markt, da das Niedrigpreismodell einen Abwärtsdruck auf die Preise etablierter Fluggesellschaften ausübt.